
Der menschliche Körper benötigt Energie um seinen vielfältigen Aufgaben entsprechen zu können. Energie entsteht z. B. dadurch, dass in bestimmten Zellbestandteilen, den Mitochondrien, Sauerstoff (O2) in Wasser (H2O) umgewandelt wird. Dabei entstehen in geringen Mengen hoch reaktive Sauerstoffverbindungen (Superoxidradikale, O-2). Diese Radikale sind für die körpereigenen Zellen toxisch und führen zu sogenanntem oxidativen Stress.
Im Zusammenspiel mit Umweltschadstoffen, wie z.B. Schwermetallen, Ozon, Alkohol, Nikotin, Medikamente, Entzündungen und körperlichem Stress entstehen weitere, ebenfalls toxische Radikale (R`). Die aktiven Radikale schädigen den Körper durch Zerstörung von genetischem Material, was Auslöser für Erkrankungen, wie z. B. Krebs, Alzheimer, Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und vielem mehr sein kann.
Bestimmte Radikale, Zerstörungsprodukte, Schutzenzyme und Eiweißmutationen können im Blut und anderen Körperflüssigkeiten gemessen werden. Da der oxidative Status immer als eine Balance zwischen Radikalen und Schutzenzymen zu sehen ist, müssen beide Faktoren bestimmt werden, um eine Aussage über die Belastung des Organismus treffen zu können.
Wir bestimmen in unserem Zentrum für Präventionsmedizin sowohl die positiven, als auch die negativen Faktoren des oxidativen Status und können dann eine genaue Aussage zur Belastung ihres Körpers mit freien Radikalen treffen und entsprechende therapeutische Konzepte mit Ihnen erarbeiten. Therapeutische Ansätze umfassen z. B. die Gabe von Antioxidantien oder eine Einstellung der Radikalbelastung über die Ernährung.
In der aktuellen medizinischen Literatur finden sich zunehmend Studien, die den Zusammenhang zwischen der Entstehung zahlreicher schwerwiegender Krankheiten (Krebs, Herzinfarkt, Diabetes mellitus etc.) und der Belastung des Organismus mit freien Radikalen bestätigen. Allerdings fehlt bei vielen Untersuchungen der letztendliche Beweis für den Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und Krankheitsentstehung. Trotzdem halten wir eine Bestimmung der oxidativen Status und eine Einstellung der oxidativen Balance für außerordentlich wichtig um zumindest diesen Faktor der Krankheitsentstehung sicher ausgeschaltet zu haben.
Die Einstellung der oxidativen Balance ist eine relativ einfache nebenwirkungsfreie Behandlung, die in den meisten Fällen über die Ernährung oder die Einnahme von Antioxidantien erfolgen kann. Da der oxidative Stress unterschiedliche Ausprägungen haben kann und der Status nicht stabil ist, sollten zwischenzeitlich Kontrollmessungen erfolgen. Wir erstellen gerne in Zusammenarbeit mit Ihnen ein für Sie ideales Konzept.
Bei weiteren Fragen wenden sie sich bitte direkt an
Priv. Doz. Dr. med. Wolf-D. Beecken
Titel: Oxidativer Stress Check
Link: http://www.vitalicum.com/de/fachbereiche-schwerpunkte/praeventionsmedizin/oxidativer-stress-check/index.html