
In zwei Arbeiten, die in der Januar Ausgabe des International Journal of Impotence Research erschienen sind, wird der Zusammenhang zwischen Ernährung und dem vorliegen von Erektionsstörungen untersucht. In der ersten Arbeit (1) wurde die Ernährung von 100 Patienten mit Erektionsstörungen, mit der Ernährung von 100 Männern ohne Erektionsstörungen verglichen. Die Untersucher konnten zeigen, dass sich die Patienten mit Erektionsstörungen, signifikant weniger an eine gesunde (mediterrane) Ernährung hielten. In der Schlussfolgerung postulieren die Autoren, dass Ernährungsfaktoren möglicherweise einen wichtigen Anteil an der Entwicklung von Erektionsstörungen haben.
In einer zweiten Arbeit, untersuchte dieselbe Gruppe den Einfluss einer gesunden (mediterranen) Diät auf die Besserung einer vorliegenden Erektionsstörung bei 65 Männern mit metabolischem Syndrom (2). Fünfunddreißig der Männer erhielten die mediterrane Diät und 30 Patienten eine Kontrolldiät. Nach zwei Jahren, zeigten 13 Männer der Gruppe mit mediterraner Diät und 2 Männer der Kontrollgruppe eine deutliche Besserung der Erektionsstörungen. Die Autoren schlussfolgerten, dass eine gesunde (mediterrane) Diät, die reich an Früchten, Gemüse, Nüssen und Olivenöl ist, zu einer Besserung der Erektionsstörungen bei Männern mit metabolischen Syndrom führen kann.
Quelle:
(1) Esposito K. et al. Int. J. Impot. Res. 5 Jan 2006 (Epub ahead of print).
(2) Esposito K. et al. Int. J. Impot. Res. 5 Jan 2006 (Epub ahead of print).
Unsere Meinung: Es ist allgemein bekannt, dass Umweltfaktoren (Stress) und Zivilisationserkrankungen (Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Blutfetterhöhung etc.) einen Anteil in der Entwicklung der Erektionsstörungen haben. Daher ist es gut nachvollziehbar, dass die Nahrungszusammensetzung einen Einfluss auf die Erektionsstörung hat.
In der zweiten Arbeit wird mit einfachen Mitteln (Ernährungsumstellung) ein deutlicher Effekt auf die Erektionsstörungen nachgewiesen. Häufig hat die Änderung einfacher Lebendumstände oder andere gezielte Maßnahmen einen nicht zu unterschätzenden Effekt auf diese belastende Erkrankung. Um entsprechende Parameter beeinflussen zu können, bedarf es allerdings einer individuellen Diagnostik und anschließender Therapieplanung, wie wir sie für unsere Patienten anbieten.
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