Heilung vom Prostatakarzinom nach fehlgeschlagener Strahlentherapie [03.03.06]

Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor des Mannes in Deutschland. Eine Heilung kann durch die frühzeitige Operation erreicht werden. Neben der Operation kann eine Heilung auch durch eine Strahlentherapie (3D-konformale Bestrahlung, perineale Seedimplantation) erreicht werden.

 

In vielen Studie wurde gezeigt, dass es innerhalb von 5 Jahren nach Strahlentherapie in bis zu 50% der Fälle zu einem PSA-Rezidiv (erneutes Ansteigen des PSA Wertes) kommt. Unbehandelt, entwickelt sich aus dem zumeist symptomlosen (keine Schmerzen, keine Probleme beim Wasserlassen etc.) PSA- Rezidiv eine symptomatisches Tumorwachstum.

 

Bei auftreten eines PSA-Rezidivs wird vielfach eine Hormontherapie eingeleitet, die jedoch nicht zur Heilung der Erkrankung führt (Palliativtherapie). Zunächst sinkt der PSA Wert ab, jedoch nach im Mittel 18 – 24 Monaten kommt es zu einem erneuten Anstieg des PSA Wertes und zum Fortschreiten der Erkrankung.

 

Die Bemühungen operativ tätiger Urologen der letzten Jahre zielten dahin, den Patienten nach fehlgeschlagener Strahlentherapie kurative (heilende) Therapieansätze anbieten zu können.

 

Mit der so genannten radikalen Salvageprostatektomie (Operation der Prostata nach Bestrahlungstherapie) ergibt sich nach neueren wissenschaftlichen Daten eine Therapiemöglichkeit, die in bis zu 86% der Fälle zur Heilung führen kann (1). Diese guten Ergebnisse werden mit einer akzeptablen Rate von Nebenwirkungen (operativer Blutverlust, Inkontinenz etc.) erreicht.

 

Unsere Meinung: Die radikale Salvageprostatektomie stellt eine wertvolle Therapieoption des Prostatakarzinoms nach fehlgeschlagener Bestrahlungstherapie dar. Eine genaue Tumordiagnostik vor der Operation ist allerdings unerlässlich, um diese guten Behandlungsergebnisse zu erzielen.

Wir bieten die präzise präoperative Diagnostik in unserer urologischen Praxis an. Sollte aufgrund der Ergebnisse der Diagnostik die aussichtsreiche Möglichkeit zur kurativen Operation gegeben sein, führen wir diese Operation selbsttätig durch.

 

Für weitere Informationen wenden sie sich bitte direkt an  Priv. Doz. Dr. med. Wolf-D. Beecken

 

(1) Bianco FJ. Et al., Int. J. Radiation Oncology Biol. Phys. 62: 448-453, 2005.